Tuberkulose

Die Tuberkulose gilt als eine der weitverbreitetsten Infektionskrankheiten in der Welt. Das Tuberkelbakterium wird insbesondere durch Tröpfcheninfektion übertragen, aerogene Staubinfektionen oder Infektionen über Nahrungsmittel, z.B. Milch, sind heutzutage selten.
Am häufigsten kommt es zur intrathorakalen Lymphknotentuberkulose, die auf die Wand der Bronchien übergreifen kann; durch bronchogene Bakterienaussaat können andere Lungenanteile befallen werden. Bei der hämatogenen Lungentuberkulose kommt es durch Massenaussaat zur allgemeinen Miliartuberkulose.
Darmtuberkulose und Nierentuberkulose sind heutzutage selten.
Prinzipiell ist eine Impfung gegen Tuberkulose möglich. Im Jahr 1989 wurde jedoch in Österreich die generelle Durchimpfung von Neugeborenen bzw. die Impfung von Jugendlichen im 12. Lebensjahr nach Austestung beendet. Der Grund dafür war einerseits die Befürchtung von unerwünschten Nebenwirkungen dieser Lebendimpfung im Hinblick auf Immundefizite bzw. auch die Verfälschung der Diagnostik bei Verdacht auf Tbc-Infektion von Geimpften und die eingeschränkte Schutzwirkung. Daher handelt es sich heutzutage um eine Indikationsimpfung bei Erkrankung im Familienkreis sowie um eine Reiseimpfung bei längeren Aufenthalten in Ländern der 3.Welt.

 
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